Ein spannender Film

9.12.2012. Gestern Mittag wurde ein spannender Dokumentarfilm des Bayerischen Fernsehens wiederholt:

Es ging um die drei bekannten Großbaustellen an den einzigen, weltweit respektierten Sehenswürdigkeiten der Stadt Bayreuth:

Das Markgräfliche Opernhaus, seit kurzem UNESCO-Welterbe, ist wegen Sanierungsarbeiten geschlossen.

Am Festspielhaus bröckelt der Putz. Teile der Fassade lösen sich, und zum Schutz des Publikums muss an der Außenmauer ein großes Gerüst errichtet werden, um Unfälle zu verhindern.

Haus Wahnfried ist mit einem Bauzaun abgesperrt, weil hundert Meter von Wagners Grab ein hässlicher, überflüssiger 17 Millionen Euro teurer Neubau errichtet werden soll.

Im November habe ich dazu ein Video veröffentlicht:

http://www.youtube.com/watch?v=nK-0ZFd-bYM&feature=plcp

Der neue Dokumentarfilm des Bayerischen Fernsehens fasst meine bisherigen Argumente prägnant zussamen.

Zu Beginn werden Bayreuther befragt, die alle mächtig schimpfen. Aber warum jetzt erst?

Und dann ein Auftritt der Oberbürgermeisterin Brigitte Merk-Erbe in ihrem Rathaus-Büro.

Sie spricht von einer „neuen Situation“, die erst „seit vierzehn Tagen“ bekannt sei.

Dabei rottet das Festspielhaus schon seit sechzig Jahren vor sich hin, und alle haben es gewusst.

Der Film dauert 4.56 Minuten.

Ab 4.05 Minuten folgt der Auftritt von Stadtrat Stephan Müller neben Wagners Grab. Er ist 29 Sekunden zu sehen.

Auch er ist natürlich völlig erstaunt, weist aber auf die Beschlüsse der zuständigen Gremien hin.

So hat alles seine Ordnung. Oder doch nicht?

Die vierzig Stadträte haben dies teure Projekt beschlossen, mit nur einer einzigen Gegenstimme.

In manchen Ländern Südeuropas ist es mittlerweile üblich, die Aufsichtsgremien extern überprüfen zu lassen, bei folgenreichen Fehlentscheidungen abzulösen und sie dann vorübergehend unter die Aufsicht einer übergeordneten Präfektur zu stellen, bis Ersatz gefunden ist.

In meinem Bayreuth-Blog habe ich immer wieder riskante, teure und folgenschwere Fehlentscheidungen analysiert und auch in anderen Fällen auf kostengünstige Alternativen hingewiesen, die nicht beachtet  oder in Einzelfällen heimlich verwirklicht wurden, ohne die Regeln des Urheberrechts zu beachten („Guttenberg-Syndrom“):

„Hier sitz ich zur Wacht“

https://btpersp.wordpress.com/category/06-hier-sitz-ich-zur-wacht/

Das Weitere findet sich jetzt von selbst.

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