Die Zerstörung des Wahnfried-Gartens: 50 Bäume einfach verschwunden

16.3.12. Verwüstungen im Wahnfried-Garten. Die Stadt Bayreuth  hat einfach 50 Bäume abhacken lassen, obwohl wichtige Zuschüsse des Bundes noch fehlen, gerichtliche Klagen völlig ungeklärt  und Widerspruchsfristen noch nicht abgelaufen sind.

Mit diesem Rechtsbruch wird eine Prüfung durch unabhängige Gerichte zunächst gebremst, aber nicht verhindert.

Der radikale Kahlschlag im westlichen Wahnfried-Garten ist nur das Vorspiel für weitere architektonische Beschädigungen, für den geplanten überflüssigen Neubau im Garten, für den es bessere Alternativen gibt.

Projektleiter ist Museumsleiter Dr. Sven Friedrich, der sich hier anscheinend ein kostspieliges Denkmal setzen will statt mit seinen drei Mitarbeitern umzuziehen in das geräumige Chamberlain-Haus auf dem unmittelbaren Nachbargrundstück.

Warum stoppt niemand das verschwenderische 15 Millionen Euro-Projekt aus Steuergeldern?

Das aufzuklären wird eine Aufgabe der Zukunft sein. Eine genaue Untersuchung der Finanzströme. Wohin fließt das Geld?

Die Bau-Industrie kriegt den fettesten Anteil. Dazu kommen Beratungshonorare und Provisionen, bei denen bisher niemand weiß, wer sie einsteckt. Im Hintergrund wirken Strippenzieher, die nicht öffentlich bekanntgegeben werden. Manche haben offensichtlich keine Scheu, vollendete Tatsachen zu schaffen, weil sie sich mächtig und unangreifbar fühlen.

Die mangelnde Transparenz ist ein Alarmsignal, eine Verpflichtung, wachsamer hinzuschauen und die Geldflüsse detailliert offenzulegen.

Genaue Untersuchungen müssen und werden folgen. Eine Offenlegung der Strukturen, die dazu beitragen, ein unsinniges Projekt zur Ausnutzung öffentlicher Haushalte zu realisieren. Manchmal bringt ernsthafte Aufklärungsarbeit ein ganzes System mit seinen Nutznießern ins Wanken.

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Hierzu hat die Interessengemeinschaft Wahnfried  vorgestern nachstehende Pressemitteilung veröffentlicht, unter dem Titel „Zerstörung des Wahnfriedparkes“ :

http://www.wahnfried.com/2012/03/14/zerstorung-des-wahnfriedparkes/

Zitat: „Das Vorgehen der Stadt Bayreuth ist umso unverständlicher, als … die Finanzierung des Neubauvorhabens, welches …  auf rd. 15 Mio. EUR veranschlagt wird, in keiner Weise gesichert ist.

Die Stadt Bayreuth ist nicht in der Lage, das Vorhaben aus eigenen Mitteln zu finanzieren. …Hier liegt aber zumindest seitens des Bundes, von dem ein Zuschuss in Millionenhöhe begehrt wird, keine rechtsverbindliche Zuschusszusage vor. Ohne den Bundeszuschuss ist das Vorhaben jedoch zum Scheitern verurteilt.“

Die vorgelegte Baugenehmigung „wurde den Nachbarn am 13.03.2012 zugestellt; durch diese Zustellung wurde eine Klagefrist von einem Monat in Lauf gesetzt.“

Das heißt, die Nachbarn können bis zum 12.4.12 Widerspruch einlegen. Trotzdem wurden einfach vollendete Tatsachen geschaffen.

Verwiesen wird in der Pressemittelung außerdem auf die offene Normenkontrollklage: „Eine Verhandlung vor dem Bayerischen Verwaltungsgerichtshof hat bislang weder stattgefunden noch ist sie terminiert.“

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Wer verdient eigentlich an dem geplanten Neubau?

Zu den Hintergründen gibt es hier weitere Informationen:

https://btpersp.wordpress.com/2011/07/21/der-wahnfried-neubau-immer-teurer-immer-verschwenderischer/

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