Gedankenklau

28.02.2012. Gedankenklau und Ideendiebstahl sind Verstöße gegen das Urheberrecht.

Texte, Bilder und andere Medien eines Autors dürfen nicht ohne Genehmigung verwendet werden. Bei Zitaten ist der Fundort (Quelle) anzugeben und der Internet-Link.
Textverfälschungen, Raubkopien, geistiger Diebstahl und Plagiate (Guttenberg-Syndrom) sind Straftaten.

Aus Bayreuth hörte ich erst kürzlich wieder:
„Ihre mehrfach vorgeschlagenen Alternativen sind bekannt.“

Nicht nur bekannt, sondern auch relativ kostengünstig und leicht zu realisieren.

Warum greift man sie nur heimlich auf, wie zum Beispiel beim Stopp geplanter Neubauten am Grünen Hügel, den ich im Februar 2011 mehreren Verwaltungsratsmitgliedern persönlich vorgeschlagen und in mehreren Mails schriftlich begründet habe?
Der nachstehende Hinweis auf meinen Blog-Artikel löste einige zustimmende Reaktionen aus:

https://btpersp.wordpress.com/2011/02/21/die-presse-berichtet-unsinn-bauwut-in-bayreuth/

Im März 2011 wurde dieser Baustopp für Neubauten am Festspielhaus vom Verwaltungsrat tatsächlich beschlossen, aber bis heute nicht offiziell bekanntgegeben, also geheim gehalten.

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Mitte Juni 2011 meldete die Presse:
„Bayreuths Zukunft hat einen Coach.
Zwar haben zahlreiche Redner am Mittwoch die Sinnhaftigkeit dieses Projekts hinterfragt, am Ende aber unterlagen die Skeptiker den Optimisten.
Mit einer möglichst großen Zahl dieser Zukunftscoaches sollen vor allem in Regionen, die die Demographie besonders hart trifft, Strukturen geschaffen werden, um beispielsweise qualifizierte Arbeitskräfte anzulocken.“

Schade um die kostbare Zeit und das teure Honorar.
„Mit einer möglichst großen Zahl dieser Zukunftscoaches“ kommt nicht unbedingt etwas Gescheites heraus, aber es werden wieder Steuergelder verjubelt.

Bereits vor einem Jahr, am 20.1.11, habe ich über das „arme Oberfranken“ einen deutlichen Grundsatzkommentar geschrieben:

https://btpersp.wordpress.com/category/08-armes-oberfranken/

Diese kostensparende Förderungs-Idee wurde damals von schweigsamen Mitlesern begeistert aufgegriffen.
Die Quelle haben sie leider verschwiegen, aber ausgenutzt.
Denn vier Wochen später, am 17. Februar 2011, erschien ein Pressebericht,
über einen neuen „Beirat für die Zukunft Oberfrankens“.
Zitat:
„Unsere Zukunft ist hier in Oberfranken. Und es ist eine der großen Herausforderungen unserer Zeit: der demografische Wandel. Zu wenig Kinder, die Alten werden immer älter, die wenigen Jungen, die es gibt, zieht es der Arbeit wegen in Ballungsräume.“

Anschließend haben sich – vor einem Jahr – einige ehrwürdige Honoratioren und stadtbekannten Rentner, zustimmend und freudig nickend, aus ihren Schaukelstühlen erhoben.
Zitat:
„Dem Beirat gehören an: Altlandrat Dr. Klaus-Günter Dietel. Geograf Professor Jörg Maier. Ex-Oberbürgermeister Dieter Mronz. Pfarrerin Christine Schlör. Der ehemalige Hauptgeschäftsführer der IHK, Dr. Hans F. Trunzer.”

Trotz dieser hoch angesehenen Persönlichkeiten ist anscheinend bisher  nicht viel dabei herausgekommen.
Denn jetzt will man wieder kräftig Steuermittel verjubeln. Und zwar für eine „möglichst große Zahl dieser Zukunftscoaches“, also viele Ideentrainer, die dann eine Menge Honorar am Laptop verdienen, also eine teure Management-Beratung.

Aber die Diskussionen zeigen seit Jahren die Unbeweglichkeit der aktiven Leitungskräfte, überfällige Reformen einzuleiten, selbst dort, wo eine starke überregionale Aufmerksamkeit herrscht, wie bei dee Leitung und beim Zustand der Wagnerfestspiele.

Eigentlich gibt es in Bayreuth bereits viel zu viele Spitzenpolitiker,
deren hochbezahlte Hauptaufgabe es ist, die Probleme der Stadt zu lösen.
Warum kauft man ständig externe Beratungsleistungen ein, so wie es auch in Wahnfried geschah, mit dem furchtbaren Ergebnis eines überflüssigen Neubaus?

Den geplanten „Zukunftscoach“ oder externe Beratungsfirmen kann Bayreuth sich sparen.

Jeder sollte sich bei der Ideenverwertung lediglich an das Urheberrecht halten, also  die Quelle nicht verschweigen und dort wegen der weiteren Verwertung  anfragen. Das ist eigentlich ganz unkompliziert möglich. Es muss ja gar nicht so weit kommen, dass Anwälte den Auftrag erhalten, die Situation zu klären und Ansprüche festzustellen, einschließlich marktüblicher Beratungshonorare und aufgrund sonstiger Rechtsverletzungen durch die heimliche Nutzung fremder Ideen.

Fragen dazu werden beantwortet unter der Mail-Adresse

allcenturies@gmx.de

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