Partystimmung durch Länderfinanzausgleich

25.1.2012. Der Länderfinanzausgleich regelt, dass die reicheren deutschen Bundesländer die ärmeren finanziell unterstützen müssen.

Im Jahr 2010 spendete zum Beispiel Bayern 3.511 Millionen Euro in die Gemeinschaftskasse, und Berlin bekam  2.900 Millionen Euro.

Das Land Bayern subventionierte also auch den Regierenden Berliner Partymeister Klaus Wowereit und dessen verschwenderische Kulturpolitik.

Profitiert hat auch die wilde Berliner Theaterszene und das exzessive Regietheater, das unter dem Einfluss der Wahl-Berlinerin Katharina Wagner und ihrer „Freunde“ den Niedergang der Bayreuther Festspiele gesteuert hat.

Doch jetzt hört man plötzlich ganz neue Töne: Die Festspiele bekommen einen externen Berater !

http://www.3sat.de/page/?source=%2Fkulturzeit%2Fnews%2F159849%2Findex.html

Zitat: „Wenn die Geschäftsführung auf ihrem Weg zur Professionalität Hilfe braucht, bieten wir gerne Hilfe an.“

Die Kosten für den Beratervertrag übernehmen die Mäzene der Gesellschaft der Freunde Bayreuths.“

„Freunde“-Chef Georg von Waldenfels, erst seit vorletztem Sommer  im Amt, scheint der einzige Offizielle zu sein, der tatkräftig nach Lösungsmöglichkeiten sucht.

Möglicherweise unterschätzt er jedoch die versteinerten Gegenkräfte, die in den letzten  Jahren keinen Grund für Änderungen sahen. Die meisten Augenzeugen haben Wolfgang Wagners endlose Alleinherrschaft einfach hingenommen, davon profitiert und ihm Lorbeerkränze geflochten.

Die jetzige Situation war schon lange vorhersehbar und wurde  seit Jahren analysiert.

Zitat: „Ministerialdirigent Toni Schmid, hatte eine solche Beratung schon lange angedacht und erklärt, man wolle sich „Hilfe holen von anderen großen Häusern. Das ist alles irgendwie auch ein bisschen ‚learning by doing‘.“

Toni Schmid ist schon seit vielen Jahren  dem  Verwaltungsrat bzw. dem Stiftungsrat verbunden. Die jetzt beklagten Fehlentwicklungen sind nicht neu.

Herr Schmid scheint erst jetzt aufgewacht zu sein. Oder er springt schnell noch auf das Trittbrett, bevor der Zug abfährt.

Aber  als Mitglied der Aufsichtsgremien  hat Schmid auch die unseriöse Kartenverteilung  gekannt, an der  jahrelang nichts  geändert wurde:

Vielleicht braucht auch der Verwaltungsrat einen neuen Leiter.

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter 06. Hier sitz ich zur Wacht veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.