Die Ursachen der Krise

7.6.2011. Wer über die Ursachen  der  schweren Krise am Grünen Hügel nachdenkt, findet langjährige Fehlentwicklungen.

Die drei wichtigsten Machtzentren in Bayreuth sind besetzt von kostbaren Führungskräften:

1. Dr. Sven Friedrich, Leiter des Wahnfried-Museums.

Er ist auch Projektleiter für den überflüssigen Neubau, der den Wahnfried-Garten beschädigt und mittlerweile einen Kostenrahmen von 14 Millionen Euro hat. Die umstrittene und nutzlose Baumaßnahme wurde noch nicht umgesetzt, aber auch nicht offiziell zurückgezogen. Als wirkungsvolle Ersatzmaßnahme wäre ein Umzug der Museumsleitung mit ihrem platzfressenden Archiv in ein anderes Gebäude, auf ein anderes Grundstück leicht möglich.

Hier findet man dazu nähere Informationen:

https://btpersp.wordpress.com/category/02-der-garten-trauert/

2. Die Kontrollorgane, Stiftungsrat und Verwaltungsrat, sind vor Ort vertreten durch die Bayreuther Stadträte.  Die Kontrollgremien sollen eigentlich die Festspiele beaufsichtigen, entscheiden auch über die Auswahl der Festspielleitung  und die Gestaltung der Leitungsverträge. Die Stadt ist Grundstückseigentümerin und als Teil des Stiftungsrats verantwortlich für die unseligen Beschlüsse von vierzig Stadträten zum überflüssigen Neubau  im Wahnfried-Garten.

Den Einzelnen trifft dabei keine Schuld. Jeder ist eingebunden in die Fraktionsdisziplin, die Vereinsdisziplin, Bürgergemeinschaft und zahllose andere Zwänge, die in mittleren Städten besonders stark sind. Aber  die Bürgervertreter als Gesamt-Gremium werden an ihren Beschlüssen gemessen.

Kommentare zur kritischen Situation in der Stadt findet man hier, unter  der Überschrift „Hier sitz ich zur Wacht“.

https://btpersp.wordpress.com/category/06-hier-sitz-ich-zur-wacht/

3. Katharina Wagner, die Festspielleiterin

Berichte über die aktuellen Inszenierungen findet man hier :

https://btpersp.wordpress.com/category/04-bayreuther-inszenierungen-1986-2011/

Und so sieht es aus mit dem Jubiläumsring 2013:

https://btpersp.wordpress.com/category/03-der-jubilaums-ring-2013/

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Die großen Probleme in den wichtigsten drei Bereichen sind ungelöst. Seit dem 16.1.11 existiert dieser Blog. Hinweise darauf erhielten nicht nur die obengenannten Spitzenkräfte, sondern auch zahlreiche andere Mitverantwortliche.

Vor den meisten Kommentaren in diesem Blog steht ein Datum. Daran lässt sich ablesen, wie lange die Verantwortlichen schon Bescheid wissen. Sie müssen öffentlich Rechenschaft ablegen. Aber sie tun es nicht.

In jeder größeren Organisation ist es üblich, dass die Führungskräfte zurücktreten oder abgelöst werden, wenn sie überfordert sind.

Verwiesen wird hier  immer wieder auf die geltenden Gesetze, auf Verstöße dagegen und auf Schwerhörigkeit, wenn man mit dem Leitungsbereich sprechen will.

Zur Fehlerbekämpfung gibt es eigentlich  sogar hochbezahlte Aufsichtsorgane. Bei den Festspielen sind das der Stiftungsrat und der Verwaltungsrat. Auch für die Aufgabenerledigung der  örtlichen Stadtverwaltung gibt es Kontrollorgane: Das Landratsamt, die Regierung von Oberfranken und die Bayerische Staatsregierung.

Beim Schwerpunkt, den Aktivitäten der umstrittenen Festspielleitung, hielten sich der zuständige Verwaltungsrat und  der Stiftungsrat in den letzten Jahren vornehm zurück statt verschiedene Fehlentwicklungen tatkräftig zu verhindern, zu beenden oder neu zu gestalten. Zum Beispiel bei der Kartenverteilung, mit ihren Sonderkontingenten für Privilegierte, die der Rechnungshof beanstandet hat. Oder bei der einseitigen Spielplangestaltung mit der Bevorzugung des willkürlichen Regietheaters, die per Vertrag ausgeschlossen werden kann.

Eine Ursache dafür ist es, dass viele  Beteiligten sich zu lange persönlich kennen. Das schwächt die kritische Distanz und Handlungsfähigkeit. Ungeklärt ist immer noch, wer die 2.650 beanstandeten Freikarten einsteckt.

Die Annahme persönlicher Vorteile durch Beteiligte ist ein ganz heikles Thema. Die Vernachlässigung der aktiven Aufsichtspflicht hat zu Fehlentscheidungen geführt und zu jahrelangen Fehlentwicklungen. Den Schaden haben die Festspiele und das Publikum, außerdem leidet die Attraktivität der Region.

Hier gibt es noch mehr über „Geheimnisse und Abgründe am Grünen Hügel“:

https://btpersp.wordpress.com/2011/07/07/geheimnisse-und-abgrunde-am-grunen-hugel/

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