Das Narrenschiff

Internet-Foren sind ein heißes Pflaster, wenn sie nicht laufend von einem Moderator begleitet werden, der zwar nicht in jeder hitzigen Debatte eingreifen muss, aber doch bei Dauer-Erscheinungen für Zurückhaltung sorgt, beim verbreiteten  Mobbing und Stalking, zu dessen Hetzkampagnen sich manchmal mehrköpfige Cliquen zusammenrotten, um die Sachdiskussionen zu stören und andere Teilnehmer zu belästigen, zu verleumden und falsche Tatsachen zu verbreiten.  Eine latente kriminelle Energie ist auch das Erfolgsgeheimnis vieler Kriminalfilme und -romane, die sich aber nur in der Phantasie abspielen oder die Abgründe der menschlichen Psyche ausleuchten, die Meister wie Alfred Hitchcock in spannenden Bildern auf der Kinoleinwamd dokumentierten.

Doch eine ganze Reihe von Gesetzen wurden ausdrücklich geschaffen gegen die Internetkriminalität.

http://de.wikipedia.org/wiki/Cyber-Mobbing

Zitat: „Unter Internet-Mobbing, Cyber-Mobbing, oder auch Cyber-Bullying und Cyber-Stalking, versteht man die Belästigung anderer Menschen mit Hilfe elektronischer Kommunikationsmittel über das Internet, in Chatrooms, beim Instant Messaging und/oder auch mittels Mobiltelefonen. …

Cyber-Mobbing ist damit in Deutschland ein Strafdelikt, für das bei Erwachsenen eine Höchststrafe von bis zu 5 Jahren oder mehr verhängt werden kann.“

Ob dabei Pseudonyme verwendet werden, spielt keine Rolle. Auch Juristen empfehlen dringend die Verwendung von Pseudonymen im Internet, z.B. um Jugendliche in Chatrooms gegen Pädophile zu schützen. Ob ein Bankräuber eine Maske trägt oder nicht, spielt für die juristische Beurteilung ebenfalls keine Rolle.

Auch bei Ebay-Versteigerungen werden Pseudonyme verwendet, zur vertraulichen Behandlung der Käufer und Verkäufer gegenüber anonymen Mitlesern. Das schützt die Beteiligten aber nicht, wenn beim Verkauf Strafdelikte begangen werden, z.B. Betrug, Zahlungsverweigerung, Vortäuschung falscher Artikel-Merkmale usw.

Dazu kommt das gesetzliche Prinzip der „informationellen Selbstbestimmung“. Denn bei der Verwendung privater Daten im Internet hat jeder das Recht, ganz allein über die Nutzung und Veröffentlichung zu bestimmen:

http://de.wikipedia.org/wiki/Informationelle_Selbstbestimmung

http://de.wikipedia.org/wiki/Datenschutz

Auf Gesetzes-Verstöße, vor allem bei der Verbreitung im Internet, kann auch reagiert werden durch die kostenpflichtige Abmahnung eines Rechtsanwalts oder eine gerichtliche Klage auf Unterlassung, Schadensersatz und Schmerzensgeld.

http://dejure.org/gesetze/BGB/824.html Kreditgefährdung

http://de.wikipedia.org/wiki/Schadensersatz

http://de.wikipedia.org/wiki/Schmerzensgeld

Zur Abrundung und Verfestigung der Thematik noch einmal das zentrale Stichwort:

Cyber-Stalking

http://de.wikipedia.org/wiki/Stalking

Zitat: „Unter Stalking (deutsch: Nachstellung) wird im Sprachgebrauch das willentliche und wiederholte (beharrliche) Verfolgen oder Belästigen einer Person verstanden, deren physische oder psychische Unversehrtheit dadurch unmittelbar, mittelbar oder langfristig bedroht und geschädigt werden kann. Stalking ist in vielen Staaten ein Straftatbestand.“

Noch nicht vertieft wurde bisher die Problematik des Wegschauens, der unterlassenen Hilfeleistung durch Mitleser oder das gemeinschaftliche Anheizen durch Trittbrettfahrer, die sich zum Beispiel auf absichtliche Wortverdrehung oder Verleumdung spezialisiert haben:

http://de.wikipedia.org/wiki/Verleumdung

§ 187 StGB

Zitat: „Wer wider besseres Wissen in Beziehung auf einen anderen eine unwahre Tatsache behauptet oder verbreitet, welche denselben verächtlich zu machen oder in der öffentlichen Meinung herabzuwürdigen … wird, wenn die Tat öffentlich, in einer Versammlung oder durch Verbreiten von Schriften (§ 11 Abs. 3) begangen ist, mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.“

Gerichte können auch über Kontaktverbote entscheiden, so dass hartnäckige Belästiger in offenen Internetforen auch mit Ordnungsstrafen rechnen müssen. Die Missachtung richterlicher Anordnungen ist niemand zu empfehlen. Wiederholungstäter können nicht mit Bewährung rechnen. Das ist abhängig auch von der zeitlichen Dauer und der Intensität der Belästigung.

Diese Hinweise dienen der allgemeinen Aufklärung. Allerdings schützt auch Unwissenheit nicht.

Als Betroffener sollte man zunächst das Gespräch mit anderen suchen und die individuellen Feinheiten nicht unbedingt in einem öffentlichen Forum erörtern.

Außerdem gibt es Foren, die sich speziell mit der Thematik befassen.

Zum Beispiel hier gibt es ein lebhaftes Stalking-Forum, mit spannenden Themen wie „Hinterlistiger Stalker“:

http://www.stalking-forum.de/forum/

Hier die Homepage der Deutschen Stalking-Opferhilfe:

http://www.deutsche-stalkingopferhilfe.de/index.php?section=sitemap

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Der beste Schutz ist ein eigener Blog, den man für eigene Texte im Internet selbst zusammenbastelt und wo Gäste nur auf Einladung auftauchen.

Hier kann man sich anmelden:

http://de.wordpress.com/

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