Der Jubiläumsring 2013

Durch die Internet-Plattform wikileaks wurde jetzt das spannende Konzept für den Jubiläums-Ring 2013 enthüllt.

Vor jeder Vorstellung tritt Katharina Wagner in ihrem kostbaren Premieren-Abendkleid auf die Bühne. Rauschender Beifall.  Sie breitet die Arme weit aus und sagt, „Keine lange Ansprache. Ich zitiere nur Bertolt Brechts berühmte Worte an das Publikum: Glotzt nicht so romantisch !“

Die ersten Buhrufe werden laut. Sie grinst unbekümmert und verschwindet. Dann öffnet sich der Vorhang zum Rheingold.

Wir sehen einen großen Schrottplatz. Wie in Konwitschnys Falstaff-Inszenierung  zertrümmern Bagger alte Autos. Auf der Bühne sind sämtliche zehn Spitzenfunktionäre der Ostberliner Katharina-Partei ( KC ) im Arbeitseinsatz. Mit Vorschlaghämmern schlagen sie auf Reclam-Hefte ein, den Inbegriff kapitalistischer Verfehlungen.   Dann marschieren zwanzig  junge Honorar-Professoren der Eisler-Universität herein. Sie rufen im Chor: „Es gab niemals eine DDR.“

Und so weiter. Und so weiter.

Bekannt wurde auch, dass Siegfried diesmal kein strahlender Held ist, sondern ein faschistischer Unhold. Der zwitschernde Waldvogel ist ein kriechender, schleimiger Kapitalist. Klar: Es geht mal wieder um die Weltrevolution.

Die Tetralogie beginnt und endet exakt mit dem gleichen Bild, und der Ring der ewigen Wiederkehr schließt sich.

Das erste und das letzte Bild ist ein farbiges Porträtphoto von Margot Honecker, das riesengroß auf den Hintergrund der leeren Bühne projiziert wird. Dazu sieht man das nachstehende Video, das im Festspielhaus  verstärkt wird  durch das unsichtbare Orchester :

„Auferstanden – als Ruinen“

http://www.youtube.com/watch?v=ZL6NzkmBZMM

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https://btpersp.wordpress.com/category/03-der-jubilaums-ring-2013/

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