Münchberg

Vor 23 Jahren, im Spätsommer 1988, war ich zum ersten Mal für ein paar Tage in Münchberg, Oberfranken. Der   Zug fuhr von München über Regensburg und Hof. Erst am Ziel, in der Stadtmitte, folgte die Entdeckung des Straßenschilds mit der Aufschrift „Bayreuth 37 Kilometer“. Eine freudige Überraschung. Alle späteren Besuche gab es  nur noch auf der Strecke Nürnberg –  Bayreuth, mit einem ausgiebigen Tagesaufenthalt in der Wagnerstadt, auf der Hin- und Rückfahrt. So landet man mehrmals im Jahr im Wahnfried-Garten, in der Eremitage, am Grünen Hügel, , in der Markgrafenbuchhandlung, im „Wolffenzacher“ am Sternplatz – vom Frühling bis zum Winter.

Münchberg ist, wie alle Städte der Region, keine reiche Stadt. In bester Innenstadtlage stehen Geschäfte leer.  Der Ort hat nur ein paar stille Gaststätten und Cafés, in denen man stundenlange Gespräche genießen kann, aber mit Auto, Bus und Zug ist man rasch unterwegs, auf   Ausflügen durch die fränkischen Traumlandschaften, ohne wimmelnden Massentourismus, mit dunklen Wäldern, rauschenden Flüssen und einer wellenförmig auf- und abschwingenden Mittelgebirgslandschaft. Unterwegs die archaischen Felsformationen am Waldstein, die Dörfer mit den Fachwerkhäusern und Namen wie Bischofsgrün, Goldkronach, Himmelkron, der schaukelnde Skilift hoch zum Ochsenkopf und jederzeit ganz schnell ein Aufenthalt in Kulmbach, Bamberg, Nürnberg und deren historischen Innenstädten.

Als vergleichsweise preiswerte Übernachtungsmöglichkeit während der Festspielzeit ist das sicher auch eine Alternative zu Bayreuth.

Euer Franz

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